Im Rahmen von #TalkswithHR teilt die Leiterin der HR-Abteilung von STDev, @Anoushik Baghdasaryan, ihre Erfahrungen im Bereich Remote Work Management.
Welche Hauptabteilungen hat STDev?
Wir haben mehrere Web- und Mobile-Entwicklungsteams, zu denen auch Quality-Assurance-Spezialisten und Projektmanager gehören. Das Unternehmen verfügt außerdem über eine technische und Netzwerkabteilung sowie über Abteilungen für Design, Marketing, Business Development und Human Resource Management.
Hatte das Team bereits vor dem Ausnahmezustand Erfahrung mit Remote Work?
Ja, wir hatten bereits Erfahrung damit, da wir stets flexibel sind, um eine gute Work-Life-Balance zu gewährleisten, und Mitarbeitende bei Bedarf von zu Hause aus arbeiten können. Allerdings gab es noch nie einen so großflächigen Bedarf an Remote Work, weshalb dies in vielerlei Hinsicht eine Neuerung darstellte.
Welche Maßnahmen haben Sie ergriffen, um das Remote Work Management effizienter zu gestalten?
Ich möchte betonen, dass wir von Anfang an versucht haben, einen unterbrechungsfreien Remote-Arbeitsprozess sicherzustellen. Die Mitarbeitenden nahmen die notwendige Ausstattung (Computer, Telefone, Tablets) mit, um ihnen die Arbeit in der neuen Arbeitsumgebung zu erleichtern. Natürlich haben wir auch daran gearbeitet, die interne Kommunikation an diese Situation anzupassen und die Unternehmenskultur zu bewahren. Für HR-Mitarbeitende ist es besonders wichtig, den Teamgeist trotz räumlicher Trennung so gut wie möglich aufrechtzuerhalten, sicherzustellen, dass es allen Mitarbeitenden gut geht, und unsere täglichen Gewohnheiten in eine virtuelle Umgebung zu übertragen. Teamchats, endloser Humor, kreative Geburtstagsgratulationen, Geschenkelieferungen sowie die Einführung von STDev Kudos (z. B. Auszeichnungen für die besten Mitarbeitenden oder erfolgreiche Teamarbeit) gehören dazu.
Was ist die größte Herausforderung für HR-Fachkräfte in der aktuellen Situation?
Es gibt viele Herausforderungen, da es selbstverständlich einfacher ist, die Arbeit im Büro zu organisieren. Dazu gehören unter anderem die bereits erwähnte virtuelle Aufrechterhaltung der Unternehmenskultur, die Sicherung des Teamzusammenhalts sowie die enge Zusammenarbeit mit Teamleitern und Projektmanagern. Ich möchte auch den Prozess der Gewinnung neuer Mitarbeitender für unsere Abteilung erwähnen. Wir haben persönliche Interviews durch Videocalls, Aufgaben und Feedback ersetzt. Dadurch konnten wir zwei neue Mitarbeitende einstellen, für die wir versucht haben, den Onboarding-Prozess nahezu so zu gestalten, wie es im Büro der Fall wäre.
Gab es lustige Vorfälle, die Sie teilen möchten?
Mir fällt gerade ein aktueller Vorfall ein. Am 1. Mai haben wir beschlossen, unsere Mitarbeitenden zu überraschen und ihnen „Vitamin-Bouquets“ mit den Worten „Vielen Dank für eure großartige Arbeit“ zu schicken. Am Morgen, während die Lieferungen noch im Gange waren, stellte einer der Mitarbeitenden sein erhaltenes Bouquet in die gemeinsame Gruppe, sodass die Überraschung etwas vorzeitig bekannt wurde. Stattdessen sorgte dies jedoch für gute Stimmung den ganzen Tag über, da einige Mitarbeitende es bereits gesehen hatten und andere nicht. Niemand konnte zunächst verstehen, worum es ging, wodurch verschiedene Szenarien entstanden. Letztlich wurde es zu einer noch interessanteren, fröhlicheren und teamfördernden Erfahrung.