Als CEO eines Softwareentwicklungsunternehmens habe ich die Gelegenheit, jeden Monat mit etwa 10–15 potenziellen Kunden zu sprechen, die ein SaaS-Produkt entwickeln möchten. Einige von ihnen sind sehr erfahrene oder serielle Unternehmer, andere stehen noch ganz am Anfang.

Die Hauptgründe, warum sich Unternehmen für Outsourcing bei SaaS-Produkten entscheiden, sind recht einfach. Outsourcing ermöglicht es Unternehmen, die Erfahrung und Effizienz spezialisierter Dienstleister zu nutzen, bietet mehr Flexibilität und kann in Zukunft schnell skaliert werden. Darüber hinaus spart Outsourcing Zeit und Kosten und bietet Zugang zu erstklassigen Talenten.
Basierend auf den Erfahrungen meines Unternehmens habe ich eine Liste der wichtigsten Punkte zusammengestellt, die man beim Start eines SaaS-Produkts mit einem Outsourcing-Team beachten sollte.
1. Seien Sie vorbereitet
Wenn Sie bereits ein Outsourcing-Team ausgewählt haben oder eines suchen, sollten Sie gut vorbereitet sein und die passenden Unterlagen mitbringen. Dies hilft dabei, das Projekt von Anfang an in die richtige Richtung zu lenken.
Je mehr Dokumente, Mockups, Skizzen und Dateien Sie Ihrem Team zur Verfügung stellen, desto klarer wird das Bild Ihres gewünschten Produkts. Gute Unterlagen, Mindmaps und ergänzende Materialien machen die erste Kommunikation deutlich effizienter und zielgerichteter.
2. Seien Sie realistisch
Das SMART-Prinzip ist hilfreich bei der Definition von Zielen – insbesondere der Aspekt „Realistic“ ist im SaaS-Bereich entscheidend.
Zu Beginn sollten Sie ein Minimum Viable Product (MVP) definieren und den Markt testen. Dafür müssen Sie die Kernfunktionen identifizieren, die echten Mehrwert bieten, ohne unnötig hohe Entwicklungszeit oder -kosten zu verursachen.
Hilfreiche Leitfragen sind:
- Wer sind Ihre Nutzer? (Zielgruppen-/Persona-Definition)
- Welches Problem löst Ihr Produkt?
Dieser Ansatz spart Zeit und Geld und macht Sie gleichzeitig flexibler gegenüber Nutzerfeedback und Marktanforderungen.
3. Design ist entscheidend
Hier gibt es keine Ausnahmen: Design ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg eines SaaS-Produkts.
Eine intuitive, ansprechende und benutzerfreundliche Oberfläche entscheidet darüber, ob Nutzer Ihr Produkt behalten oder es schnell wieder deinstallieren. Während das Entwicklungsteam an der technischen Umsetzung arbeitet, sollten Designer stets eng eingebunden und über Änderungen informiert werden.
User Experience ist entscheidend – ohne gutes Design wird auch Marketing deutlich schwieriger.
4. Vergessen Sie das Marketing nicht
Auch Marketing darf keinesfalls vernachlässigt werden. Selbst das beste Produkt muss aktiv an die richtige Zielgruppe gebracht werden.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Marketingteam eng mit Designern und Entwicklern zusammenarbeitet, damit alle Beteiligten dasselbe Produktverständnis haben.
Sobald die Software fertig ist, benötigen Sie Nutzer und Verkäufe. Daher sollten Sie frühzeitig eine Marketingstrategie sowie ein entsprechendes Budget planen und sich bei Bedarf mit Experten abstimmen.
5. Kommunikation
Sobald Sie sich für ein Outsourcing-Unternehmen entschieden und die ersten Unterlagen übergeben haben, ist kontinuierliche Kommunikation entscheidend.
Die Entwicklung eines Produkts von Grund auf erfordert einen intensiven Austausch mit dem Team. Planen Sie regelmäßige Kommunikation ein – idealerweise mindestens eine Stunde täglich für Calls oder E-Mails.
Das Feedback und die Input des Gründers sind in jeder Phase des Projekts von zentraler Bedeutung.

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